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ufuq.de-Newsletter September 2021

Liebe Leser*innen,

wenige Tage nach der Bundestagswahl zirkulieren in den Medien vor allem Berichte über mögliche Koalitionsszenarien und Sondierungsgespräche. Die politische Zukunft scheint noch ungewiss.
Indes jährte sich zum 60. Mal die Unterzeichnung des Deutsch-Türkischen Anwerbeabkommens. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier stattete verschiedenen Orten im Ruhrgebiet einen Besuch ab und verlieh seiner Dankbarkeit für die Leistungen der Gastarbeiter*innen in einer Festrede Ausdruck:
„Nicht nur das deutsche Wirtschaftswunder, nein – die Entwicklung dieser deutschen Gesellschaft war und ist maßgeblich mitgetragen von Italienern, von Griechen, von Spaniern und Türken.“
Vielfalt sei eine Bereicherung und Deutschland sei aufgrund seiner Vielfalt reicher geworden, hielt der Bundespräsident zudem fest. Diese Würdigung der Gastarbeiter*innen und ihrer Nachfahren ist noch immer keine Selbstverständlichkeit.

Es bleibt daher eine wichtige Aufgabe, an die gesellschaftliche Bedeutung der Gastarbeiter*innen zu erinnern. Dr. Fatma Sagir zeigt in ihrem Beitrag „Erinnerung bedeutet Anerkennung“ auf unserem Infoportal, dass die Geschichte der Gastarbeiter*innen bislang fast unsichtbar bleibt, obwohl sie einen wichtigen Teil der deutschen Geschichte darstellt.

„Auf meine Frage, was er von der deutschen Gesellschaft in Bezug auf seine Geschichte als Gastarbeiter erwarte, antwortete mir ein ehemaliger Gastarbeiter nach langem Überlegen: ‚Respekt‘.“

Wir wünschen Ihnen eine gute Lektüre,

Ihr ufuq.de-Team

Zoll- und Passkontrolle Flughafen Hamburg 1973; Bild: Heinrich Klaffs. Lizenz: CC BY-NC 2.0

Erinnerung bedeutet Anerkennung


In Deutschland ist die Leistung der sogenannten Gastarbeiter*innen trotz der Bemühungen einzelner Initiativen weitgehend unsichtbar. Dr. Fatma Sagir betont in ihrem Beitrag, dass die Geschichte der Gastarbeiter*innen Teil der Geschichte Deutschlands ist. Sie findet: Ohne die Anerkennung der Vergangenheit kann es keine Zukunft für die Nachkommen der Gastarbeiter*innen in diesem Land geben.

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Unsere Themen


Porträt Nemi El-Hassan; Bild: WDR/ Tilman Schenk


Wieviel Differenz ist möglich? Die Debatte um Nemi El-Hassan und Kontroversität im Nahostkonflikt


Die Moderatorin Nemi El-Hassan steht unter Druck: Sie hat als junge Frau an einer Al-Quds-Demonstration teilgenommen und muss sich nun erklären. ufuq.de-Co-Geschäftsführer Jochen Müller fragt im Kommentar nach den Folgen einer Kultur des Verdachts und wieviel Differenz die Medienlandschaft der Migrationsgesellschaft eigentlich verträgt.

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Bild: Markus Spiske/ unsplash.com


Verschwörungserzählungen und politische Bildung


Im Zuge der Corona-Pan­demie sind Verschwörungserzählun­gen entstanden, die beispielsweise Impfungen und Corona-Maßnahmen als Unterdrückung der Bevölkerung darstellen. Soll die politische Bildung angesichts dieser verbreiteten Erzählungen Neu­tralität wahren und eine inhaltliche Diskussion über diese Theorien zulassen? Saba-Nur Cheema findet: Bei antidemokratischen und antiaufklärerischen Positionen müssen Pädagog*innen eine klare Grenze ziehen und Verschwö­rungserzählungen entschieden entgegentreten.

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Symbolbild Handy; Bild: Adrianna Calvo/ pexels.com


Universelle Extremismusprävention am Schnittpunkt von politischer Bildung und Medienpädagogik


Kinder und Jugendliche treffen in Online-Medien regelmäßig auf extremistische Inhalte. Die Studie „Politisches Bildhandeln“ von Georg Materna, Achim Lauber und Niels Brüggen vom JFF – Institut für Medienpädagogik, die in Anbindung an das ufuq.de-Projekt „bildmachen: Politische Bildung und Medienpädagogik zur Prävention religiös-extremistischer Ansprachen in sozialen Medien“ entstanden ist, versucht zu verstehen, wie Jugendliche mit politischen Inhalten in Form von Bildern, GIFs, Memes oder Videos umgehen und in welcher Form sie sich selbst in den sozialen Medien einbringen. Wir veröffentlichen hier die Einleitung der Studie und stellen einen Link zum Download der gesamten Studie zur Verfügung.

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Symbolbild Collage; Bild: Kelly Sikkema/ unsplash.com


Materialsammlung „Postmigrantische Allianzen und Solidarität“ – „Wie wollen wir leben?“-Fachaustausch 2020


Im Rahmen des Kompetenznetzwerks Islamistischer Extremismus (KN:IX) fand am 28. und 29. November 2020 ein digitaler Fachaustausch für das ufuq.de-Projekt „Wie wollen wir leben?“ statt.
Der Fachaustausch richtete sich an die Teamer*innen der bundesweit ansässigen Kooperationspartner*innen des Projekts. Im Fokus standen neben dem Erfahrungsaustausch Workshops zu Postmigrantischen Allianzen und Solidarität sowie ein Argumentationstraining zum Umgang mit antipluralistischen und populistischen Aussagen. Wir veröffentlichen hier eine Materialsammlung zu diesen Themen, die im Rahmen des Fachaustausches entstanden ist.

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Fremde Feder: Flucht in den Medien. Arbeitshilfe – Handreichung – Materialpakete

Bild: Cover der PublikationDas vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Projekt des JFF – Institut für Medienpädagogik „MeKriF – Flucht als Krise“ hat zum Thema „Flucht in den Medien“ Arbeitsmaterialien entwickelt.

Darin werden
mediale Darstellungen der Not von Geflüchteten, die Rolle von Medien im gesellschaftlichen Diskurs und das wechselseitige Verhältnis von Social Media und Journalismus aufgegriffen. In den Arbeitsmaterialien sind mehrere Video-Impulse, die in Zusammenarbeit mit Kindern und Jugendlichen und Expert*innen aus Medien, Bildung und Forschung entstanden sind, enthalten.

Das Materialienpaket unterstützt bei der Entwicklung der Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen zwischen 12 und 16 Jahren. Es soll sie dazu anregen, gezielter nach Informationen zu suchen und ihre Handlungsfähigkeit unterstützen.

 

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In unserer Online-Bibliothek finden Sie zahlreiche Hinweise auf Handreichungen, Lernmaterialien und Fachpublikationen von anderen Trägern, die Sie kostenlos herunterladen können. Neueste Einträge:

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Die Beiträge in diesem Newsletter erfolgen im Rahmen des KN:IX – Kompetenznetzwerk Islamistischer Extremismus.
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