Modul 1: Online-Radikalisierung erkennen und Jugendliche sensibilisieren

Über Islamismus und andere extremistische Angebote auf Social Media

Soziale Medien sind für Jugendliche zentrale Orte der Orientierung – und zugleich Räume, in denen extremistische Inhalte aller Art kursieren. Das Modul zeigt, wie islamistische, rechtsextreme oder antifeministische Narrative online wirken und warum sie Jugendliche ansprechen können. Ziel ist es, Fachkräfte zu sensibilisieren und sie darin zu stärken, Jugendliche in ihrer Resilienz und Medienkompetenz zu begleiten und zu fördern.

Lernziele:

Die Teilnehmenden …

  • erkennen Strategien und Narrative extremistischer Online-Inhalte.
  • verstehen, warum Social Media für extremistische Ansprachen besonders attraktiv ist.
  • reflektieren, welche Rolle Erfahrungen von Ausgrenzung und Zugehörigkeit für die Ansprechbarkeit von Jugendlichen spielen.
  • entwickeln pädagogische Strategien, um Medienkompetenzen, Resilienz und kritisches Denken junger Menschen zu stärken.

Modul 2: Über den Nahostkonflikt sprechen

Wie wir die Gefühle von Jugendlichen anerkennen und ins Gespräch darüber kommen können

Der Nahostkonflikt löst bei vielen Jugendlichen starke Emotionen aus und führt im pädagogischen Alltag immer wieder zu schwierigen Diskussionen. Das Modul zeigt, wie Fachkräfte Räume schaffen können, in denen Gefühle anerkannt werden und zugleich ein respektvoller Dialog möglich ist. Anhand methodischer Zugänge reflektieren wir, welche Gefühle und Konfliktlinien in Diskussionen sichtbar werden und wie sie produktiv bearbeitet werden können.

Lernziele:

Die Teilnehmenden …

  • nehmen Emotionen und Perspektiven von Jugendlichen ernst und erkenne sie an.
  • unterscheiden zwischen Kritik, Protest und antisemitischen Narrativen.
  • können im Kontext des Nahostkonflikts Jugendliche für unterschiedliche Formen von Diskriminierung sensibilisieren.
  • können Räume schaffen, in denen Jugendliche diskriminierungssensibel und respektvoll miteinander debattieren.

Modul 3: Lebenswelten „muslimischer“ Jugendlicher in der Migrationsgesellschaft

Welche Rolle spielen Religion, Rituale und Traditionen? Wie wirken sich Erfahrungen mit Rassismus aus? Wie können wir darüber sprechen?

„Muslimische“ Jugendliche machen in Schule, Familie und Gesellschaft sowie im Umgang mit ihrer Religion vielfältige Erfahrungen. Dabei sind sie häufig mit Zuschreibungen und Diskriminierung konfrontiert. Das Modul zeigt, wie Fachkräfte sensibel und differenziert auf diese Lebenswelten und Erfahrungen eingehen und die Ressourcen der Jugendlichen sichtbar machen können.

Lernziele:

Die Teilnehmenden …

  • erhalten einen differenzierten Einblick in Lebenswelten und Alltagsrealitäten junger „Muslim*innen“.
  • reflektieren die Rolle von Religion, Ritualen und Traditionen im Leben Jugendlicher.
  • erkennen die Wirkung von Stereotypen, Zuschreibungen und Rassismuserfahrungen.
  • entwickeln Handlungskompetenz für einen empowernden und diskriminierungssensiblen pädagogischen Umgang.

Modul 4: Feindbild LGBTIQ+?

Fragen, Konflikte, Herausforderungen und Chancen im pädagogischen Alltag

Die Auflösung traditioneller Geschlechter- und Rollenbilder sowie Misogynie, Queerfeindlichkeit und Antifeminismus beschäftigen viele junge Menschen und finden sich auch in extremistischen Narrativen wieder. Das Modul zeigt, wie Fachkräfte Konflikte im Klassenzimmer einordnen, besprechen und Räume für Vielfalt und respektvolles Miteinander öffnen können.

Lernziele:

Die Teilnehmenden …

  • verstehen die Rolle von Queerfeindlichkeit in extremistischen Narrativen.
  • reflektieren Konflikte rund um Geschlechterrollen, Sexualität, Religion und Zugehörigkeit im Alltag Jugendlicher.
  • entwickeln Strategien für einen diskriminierungssensiblen Umgang mit abwertenden Haltungen.
  • stärken Jugendliche in Respekt, Vielfalt und Gleichberechtigung.

GEFÖRDERT VON
Ansprechpartner*innen
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Daria Arjannikov d.arjannikov@ufuq.de
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