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Neue Ausgabe des Newsletters "Jugendkultur, Religion und Demokratie" erschienen

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Mittwoch, 10. März 2010 um 21:11 Uhr

Die neue Ausgabe des Newsletters "Jugendkultur, Religion und Demokratie. Politische Bildung mit jungen Muslimen" ist erschienen. In dieser Ausgabe liegt der Schwerpunkt auf dem Umgang mit dem Islam in der Schule.

Aus dem Inhalt:

Islam und Schulalltag

  • Konflikten vorbeugen: Signale gegen Frust und Unverständnis Materialien zur interkulturellen Bildungsarbeit
  • Kommentar von Kemal Bozay: „Zu Ausländern wird man gemacht“
  • Studie: Warum fühlen sich viele deutsche Muslime nicht „deutsch“?

Jugendkultur und Medien

  • Nahostkonflikt in der Popmusik: „Palestine forever“
  • „Unsterblich verliebt“ - Beziehungstipps im Online-Forum

Religion

  • Fatwas für Europa: Yusuf Al-Qaradawi 

Projektberichte

  • Der Teufel ist immer der Dritte – Workshop zur Partnerwahl 

Veranstaltungen

  • Fachkonferenz ”Pädagogik gegen Antisemitismus” 

Publikationen

  • Handreichung: Homosexualität in der Einwanderungsgesellschaft

Der Newsletter wird von ufuq.de im Auftrag der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) erstellt. Sie können ihn kostenlos unter bpb.de abonnieren. Unter diesem Link können Sie ihn in hoher Auflösung herunterladen.

 

 

   

Schule in der Einwanderungsgesellschaft – der schwierige Umgang mit Differenz

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Mittwoch, 24. Februar 2010 um 16:36 Uhr

Der folgende Text von Evelin Lubig-Fohsel basiert auf einem Vortrag, den sie am 9./10. Juni 2009 auf der Fachtagung Interkulturelle Bildung und Erziehung in der Grundschule gehalten hat. Lubig-Fohsel ist Ethnologin und arbeitet als Lehrerin an der Aziz-Nesin-Grundschule in Berlin-Kreuzberg.

Der Text ist im Fachbrief Interkulturelle Bildung und Erziehung Nr. 8 (Dez. 2009) erschienen, der von der Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung und vom Landesinstitut für Schule und Medien Berlin-Brandenburg (LISUM) herausgegeben wird.

Wir danken für die Erlaubnis, den Text hier dokumentieren zu können.  

„Meine ausländischen Kinder sind bei uns noch nicht angekommen; die meisten Familien sind nicht integriert und wollen sich auch gar nicht integrieren. Vor allem die türkischen und arabischen Familien sind bildungsfern und unterstützen ihre Kinder nicht. Sie sind in ihrer Kultur und ihrem Kulturkreis gefangen und leben bei uns in einer Parallelgesellschaft. Ihre Kinder sind hin- und hergerissen zwischen den Kulturen und sind orientierungslos.

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Streit um Frankfurter Imam - Pädagogik zum Nahostkonflikt

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Dienstag, 23. Februar 2010 um 13:28 Uhr

Am Sonntag ist nach zweiwöchigen Debatten in Frankfurt der Imam der Hazrat-Fatima-Gemeinde zurückgetreten. Der Gemeinde gehören vor allem Schiiten türkischer Herkunft an. Ein Bericht des HR-Magazins defacto hatte Sebahattin Türkyilmaz beschuldigt, antisemitisch zu sein.

Anlass waren anti-israelische Predigten des Imams sowie die Teilnahme an Demonstrationen, auf denen zum Kampf gegen Israel aufgerufen und „Tod Israel“ skandiert wurde. Der Imam hatte dazu erklärt, er habe lediglich sein Recht auf Meinungsfreiheit gebraucht und seinem Protest gegen den Libanon-Krieg und seiner Kritik an der Besatzung palästinensischer Gebiete durch Israel Ausdruck verleihen wollen. Eine Stellungnahme der Moscheegemeinde wird heute Nachmittag erwartet. (Hier ein aktueller Bericht von „defacto“; sowie hier, hier und hier Berichte und Kommentare der Frankfurter Rundschau.)

Nun wird bereits seit geraumer Zeit darauf hingewiesen, dass unter anderem von Migranten muslimischer und arabischer Herkunft spezifische Positionen vertreten werden, die über legitime Kritik an der Politik Israels hinausgehen und dabei nicht selten auch antisemitische Stereotype aufgreifen. Insbesondere betrifft das auch Jugendliche, die in Deutschland geboren sind, sich aber emotional sehr mit „den Palästinensern“ verbunden fühlen und stark durch die Erfahrungen und Erzählungen ihrer Eltern und Großeltern geprägt sind. Hier besteht ein dringender Bedarf nach politischer Bildung zum Nahostkonflikt, dem die pädagogischen Einrichtungen aber noch immer kaum nachkommen können. Darüber führte die Frankfurter Rundschau ein Interview mit ufuq-Mitarbeiter Jochen Müller:

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Jenseits von Resignation und Wehklagen: Muslimische Beiträge zur "Islam-Debatte"

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Mittwoch, 17. Februar 2010 um 21:07 Uhr

„Wer mit offenen Augen und Ohren in einem von Türken, Arabern, Afghanen bewohnten Stadtteil lebt“, schrieb Gustav Falke vor einigen Tagen in der FAZ, „wird bald Frauen mit blauen Flecken und Brandwunden zu sehen bekommen und Geschichten hören von rasend eifersüchtigen Männern, die jeden Blick ihrer Ehefrau, und Jungen, die jedes Gespräch ihrer Schwester kontrollieren.“

In den Feuilletons geht es gegenwärtig hoch her. Wieder einmal steht die Frage nach dem Umgang mit dem Islam in Deutschland im Mittelpunkt – und wieder einmal finden noch die abwegigsten Ansichten Gehör. Mit dem Alltag deutscher Muslime hat die Debatte oft kaum etwas zu tun.

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"Sie dachten nur an die Ehre": Schilleria Girls Club wird "Respektbotschafter"

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Samstag, 13. Februar 2010 um 01:32 Uhr

Der Kurzfilm "Haifa und Laura - eine verbotenen Liebe" hat beim "Respektbotschafter"-Wettbewerb gewonnen. Der Film, der von Kader Metin, Zeinab Hassun und Zineb Boukhari aus dem Schilleria Girls Club in Berlin-Neukölln produziert wurde, handelt von der Liebesgeschichte zweier Frauen, die wegen ihrer Liebe von ihren Eltern verstoßen werden.

Der Wettbewerb, mit dem für Respekt gegenüber Lesben und Schwulen geworben werden soll, wird vom Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg (LSVD) e.V. und dem Stadtmagazin Siegessäule ausgerichtet. Mehr Informationen dazu finden Sie hierzeig-respekt.de.

 

 

   

Erklärung der IGMG zu Vorwürfen wegen Antisemitismus und Demokratiefeindlichkeit

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Freitag, 12. Februar 2010 um 10:27 Uhr

Zuletzt sorgten eine Reihe von Razzien in Büros der Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs (IGMG) für öffentliches Aufsehen. Dabei ging es unter anderem um Vorwürfe der Steuerhinterziehung und des Spendenbetrugs. (Hier ein ufuq-Bericht dazu.) Am vergangenen Montag erhob nun ein Beitrag von Report-München schwere politische Vorwürfe gegen die IGMG: Die IGMG, so legen es die beiden Autoren Stefan Meining und Ahmet Senyurt nahe, stehe dem islamistischen Terrorismus nahe und verbreite unter anderem in ihren Schulungen antisemitische und anti-demokratische Propaganda. Grundlage dieser Behauptungen sei, so heißt es, internes Datenmaterial, das den Redakteuren von einem ehemaligen IGMG-Mitglied zugespielt worden wärei. In dem Bericht wird der IGMG im Folgenden vor allem vorgeworfen, sich noch immer nicht von ihrer Leit- und Führungsfigur distanziert zu haben: Necmettin Erbakan, erster islamistischer Ministerpräsident der Türkei und in seinen Schriften seit den 70er Jahren entschiedener Vertreter von antisemitischen und antiwestlichen Positionen. (Hier das Sendemanuskript zum Beitrag; hier ein Kurzporträt der IGMG im ufuq-Newsletter; und hier der IGMG-Experte Werner Schiffauer zu neueren Entwicklungen in der IGMG.)

In einer Stellungnahme hat die IGMG nun angekündigt, Strafanzeige gegen die Autoren des Report-Beitrags und die Verantwortlichen des Senders zu stellen.

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"Für mich ist dieses Multikulti immer noch ein Unwort" - Interview mit Kutlu Yurtseven von Microphone Mafia

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Sonntag, 31. Januar 2010 um 15:51 Uhr

Der Rapper Kutlu Yurtseven berichtet über die aktuellen Projekte der Hip-Hop-Kombo Microphone Mafia, die sich auch wegen ihres politischen Engagements einen Namen gemacht hat. Im vergangenen Sommer brachte das Trio zusammen mit Esther Bejarano das Album Per la vita (Für das Leben) heraus. Die 1924 geborene Bejarano, die in der Vergangenheit immer wieder gegen Rechtsextremismus und Rassismus das Wort ergriff, ist eine von zwei bekannten Überlebenden des Mädchenorchesters im KZ Auschwitz.

Das Gespräch mit Yurtseven führte Kai Budler für npd-blog.info. Wir danken ihm und dem NPD-Blog für die freundliche Erlaubnis, das Interview hier abdrucken zu dürfen. 

Kai Budler: Die Microphone Mafia ist hierzulande inzwischen der dienstälteste HipHop-Act, wie hat das eigentlich alles damals angefangen?

Kutlu Yurtseven: Die Bandmitglieder, so wie sie jetzt zusammen Musik machen, kennen sich schon aus der Schulzeit. Wir haben zusammen Fußball gespielt und gemeinsam Breakdance gemacht. Später haben wir eine Band gegründet und 1990 unsere ersten Song „Stop“ aufgenommen. Darin hatten wir damals gegen Vorurteile und Rassismus gerappt. Jetzt gibt es uns schon seit 20 Jahren und das Thema ist leider immer noch aktuell. HipHop und Rap waren damals eine Art von Pionierarbeit: wir waren eine Minderheit in der Minderheit und wurden als Rapper erst belächelt. HipHop war wie gemacht für Jugendliche wie uns, die finanziell nicht viel investieren mussten. Es kam vielmehr darauf an, was man kann und macht. Auf einmal gab es eine eigene Jugendkultur.

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Deutschtürkische und muslimische Stimmen zum Gedenken an den Holocaust [Nachtrag]

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Dienstag, 26. Januar 2010 um 14:50 Uhr

Anläßlich des Holocaust-Gedenktages am 27. Januar berichtete die Wochenzeitung Die Zeit vergangene Woche über die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage, die unter Deutschtürken durchgeführt wurde. Die Ergebnisse fassen die Autoren so zusammen:

"Die Ergebnisse sind mitunter widersprüchlich, aber eines zeigen sie deutlich: Die Erinnerung an den Holocaust ist den Deutschtürken nicht fremd, im Gegenteil, sie betrachten sie als ihre eigene Angelegenheit. Etwa die Hälfte der Befragten sagt, die intensive Beschäftigung mit der Judenverfolgung sei heute, fast 70 Jahre später, 'eine Sache aller in Deutschland lebenden Bürger', nur 15 Prozent halten sie für eine exklusive Aufgabe von Bürgern deutscher Herkunft. Und 46 Prozent erklären ausdrücklich, in Deutschland lebende Bürger türkischer Herkunft sollten sich mit der Judenverfolgung beschäftigen." (zeit.de, 23. Jan. 2010.) Die Ergebnisse der Umfrage gibt es hier auch als pdf-Datei.

[Nachtrag, 1. Feb. 2010: Auf dunia.de entwickelte sich zu diesem Thema eine interessante Diskussion.]

Weitere Artikel zu diesem Thema:

 

   

"Schlagen der Frauen": Broschüre über die Rechte der Frauen im Islam

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Samstag, 23. Januar 2010 um 10:20 Uhr

Am vergangenen Mittwoch fanden in mehreren Städten Hausdurchsuchungen statt, die sich gegen Einrichtungen aus dem salafitischen Spektrum richteten.

Anlaß war die Verbreitung der Broschüre "Frauen im Schutz des Islam", die von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien als jugendgefährdend eingestuft wird, weil sie das Schlagen von Frauen als erzieherische Maßnahme rechtfertigt. Die Broschüre würde „zu Gewalttätigkeit anreizen, verrohend wirken und (sei) darüber hinaus als Frauen diskriminierend einzustufen".

Die Broschüre von Abdur Rahman ibn Abdul-Karim Al-Sheha, die ursprünglich auf Arabisch erschienen ist, steht im Internet weiterhin zum download zur Verfügung. Wir verlinken sie hier, um eine Auseinandersetzung mit diesen Ansichten zu ermöglichen. Auch andere deutschsprachige Übersetzungen Al-Shehas sind online erhältlich.

Neben den Privatwohnungen der Prediger Pierre Vogel und Muhammad Ciftci waren von den Durchsuchungen auch die Räume der Initiative Einladung zum Paradies, des islamischen Zentrums Masjid as-Sunnah in Mönchengladbach und des Islamischen Bildungs- und Kulturzentrum in Braunschweig betroffen. (hier eine erste Stellungnahme der EZP)

Schon im November 2007 stieß die Auslage der Broschüre bei einer Veranstaltung Pierre Vogels in Tübingen auf Kritik. Der Städtetag Baden-Württemberg sprach sich daraufhin im Februar 2009 dafür aus, Pierre Vogel zukünftig keine städtischen Einrichtungen und Räume mehr zur Verfügung zu stellen. (siehe hier)

Für Samstag hat die EZP eine Pressekonferenz angekündigt, auf der sie zu den Vorwürfen Stellung nehmen will.

   

Halal-Tattoos: Zimmerdeko als islamische Kunst

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Freitag, 22. Januar 2010 um 10:36 Uhr

Die Planungen des neuen Ausstellungskonzepts zur islamischen Kunst im Pergamonmuseum in Berlin sind im vollen Gange. Stefan Weber, der neue Direktor des Museums für Islamische Kunst, steht für einen neuen Blick auf das Thema. (Bericht aus der Berliner Zeitung)

Die Kunst von Muslimen wird hier nicht mit dem Islam erklärt, sondern als Ausdruck eines weiteren kulturellen Kontexts. Islamische Kunst ist vielfältig, zeigt aber vor allem auch viele Parallelen und Verbindungen zu nicht-islamischer Kunst. Die urbane Architektur in Kairo läßt sich eben nicht auf das "Islamische" beschränken, sondern wird maßgeblich bestimmt durch das großstädtische Leben einer Stadt – und da liegt es nahe, nicht nur nach Parallelen zwischen den Bauten in Kairo und Aswan zu fragen, sondern auch zwischen jenen in Kairo und Paris. Das bedeutet auch, dass sich islamische Kunst nicht auf Architektur und Handwerk in Kairo, Istanbul und Karachi beschränken läßt. Islamische Kunst ist auch Teil der Kulturgeschichte Deutschlands, Frankreichs oder Großbritanniens.

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